Kindergartenchronik

2014 Im Frühjahr sind auch die umfangreichen Arbeiten am Außengelände der Kita, sowie die Neugestaltung der Pfarrwiese abgeschlossen. Somit stehen den Kindern zwei weitere neue und moderne Spielbereiche zur Verfügung und die Umbaumaßnahmen sind abgeschlossen.

Im September können die Kinder und Erzieherinnen in einem bunten Familiengottesdienst den neuen Pfarrer der Gemeinde, Herr Thomas Catta, begrüßen.

2013 Im Januar beginnen die umfangreichen und lange geplanten Umbaumaßnahmen der Einrichtung. Die Räume werden renoviert, saniert und modernisiert. Im Zuge der Maßnahmen erhält die Kindertagesstätte einen Anbau für die Betreuung von Zweijährigen.
Nach neun Monaten ist der Umbau beendet und die Kinder und Erzieher/innen können Anfang Oktober die neuen Räume beziehen.
Die Umbauphase findet ihren Abschluss in der feierlichen Übergabe und Segnung der neuen Räume durch Herrn Generalvikar Giebelmann am 16. November.

2012 Im Juli übernimmt Frau Nicole Ringgeler die Leitungsstelle der Kindertagesstätte. Die ersten Aufgaben sind vielfältig und gehen von der Organisation der Umzugs- und Überbrückungsphase in Containern während des geplanten Umbaus der Einrichtung, über den Aufbau einer Betreuung für Unter-Dreijährige, die nach der Umbauphase starten soll, bis hin zur Planung und Einführung eines modernisierten pädagogischen Konzepts im Sinne der Offenen Arbeit.

2008 Im Januar übergeben die Maria Ward-Schwestern der Katholischen Kirchengemeinde St. Georg die Trägerschaft über die Kindertagesstätte Liebfrauen.

2005 Der Kindergarten wird ab August Modelleinrichtung zur Erprobung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplanes HBEP und somit Wegbereiter für dessen Einführung als verpflichtende Grundlage in der Bildungs- und Erziehungsarbeit in den hessischen Kindertageseinrichtungen.
Im Dezember des Jahres werden die Öffnungszeiten bis 16:30 Uhr erweitert. Der Liebfrauenkindergarten wird somit zu einer Kindertagesstätte.

2002 Die Einrichtung orientiert sich an den gesellschaftlichen Änderungen und Bedürfnissen der Eltern durch das Angebot der Mittagsversorgung der Kinder und der Betreuung bis 14:30 Uhr.

1998 Die Maria Ward-Schwestern und das Erzieherinnenteam öffnen sich für die Einrichtung von Einzelintegrationen im Kindergarten.

1996 Wegen Nachwuchsmangel im Orden kann keine Maria Ward-Schwester mehr die Leitung des Kindergartens übernehmen. Ab diesem Zeitpunkt wird Frau Mechtild Schulze als erste „weltliche“ Frau die Leitung des Liebfrauenkindergartens übertragen.

1984 Nach schwerer Krankheit stirbt Sr. Fides. Die vielen Generationen von Kindern, die sie durch eine unbeschwerte Kindergartenzeit geleitet hatte, verabschieden sich voller Dankbarkeit und Liebe von ihr. Ab dem 15. März 1984 leitet Sr. M. Mechthild den Liebfrauenkindergarten.

1972 Im Mai 1972 war es nach jahrelangen Bemühungen endlich soweit: Der Neubau des Kindergartens war fertiggestellt. Nach einem von den Kindern aufgeführten Singspiel begrüßte die Oberin Mater M. Adelgunde die Gäste, und der Architekt Oswald Sudheimer übergab Sr. M. Fides offiziell die Schlüssel. Als Vertreterin der Mater Provinzialoberin wünschte Sr. Laetitia dem neuen Haus, dass es alle Tage ein echter Kindergarten sein möge.
Von außen ist dem neuen Kindergarten seine Geräumigkeit (knappe 400 qm) und seine als angenehm empfundene Großzügigkeit kaum anzusehen. Die vier Gruppenräume, die von einer weiträumigen hellen Diele ausgehen, sind kindgerecht und zeitgemäß eingerichtet.
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Neben zahlreichen Spenden übermittelte Pfarrer Emrich als größtes Geschenk das Grundstück (ehemaliger Erdbeergarten von St. Georg) und darüber hinaus das Ergebnis einer Sonderkollekte von 4.000 DM. Damit wurde auf dem Grundstück im Laufe der Zeit ein großer, gut geschützter Spielplatz für die Kinder angelegt.

1971 Am 7. Juni 1971 konnte das Richtfest für den Neubau des Kindergartens gefeiert werden.

1963 Der Kindergarten feierte in Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Kirche und des öffentlichen Lebens seinen 100. Geburtstag. Nach den Willkommensgrüßen der Oberin des Instituts, Mater M. Theodolinde, gaben die Kinder mit ihren Darbietungen einen Einblick in ihren Kindergartenalltag.

1958 Sämtliche Räume wurden renoviert und mit zweckmäßigen Möbeln ausgestattet. Man erneuerte die nicht gerade vorbildlichen sanitären Anlagen und schuf im Hof einen überdachten Spielplatz mit Sandkästen, Tischen und Wandtafeln. Hier konnten nun die Kinder während der warmen Jahreszeit auch bei Regen im Freien spielen.

1946 Hinter den alten Mauern war die Neuzeit eingezogen. Im Oktober 1946 kam als neue Leiterin des Kindergartens Sr. M. Fides nach Bensheim und begann ihn nach modernen Gesichtspunkten und Erziehungsmethoden auszubauen.

1945 Sofort nach dem Zusammenbruch wurde am 14. Mai 1945 von den Kanzeln der Hospitalkirche und der Notkirche der Kapuziner die Wiedereröffnung des Instituts-Kindergartens bekanntgegeben. Der Andrang war so groß, dass die Räume – wie schon so oft – nicht ausreichten. Unter diesen ungünstigen Voraussetzungen bemühten sich zwei Englische Fräulein mit einer Helferin die 200 Kinder zu betreuen. Etwas spöttisch nannten die Schwestern des Instituts den Kindergarten „St. Paul vor den Mauern“ und spielten damit auf das Alter und das etwas schäbige Aussehen des Gebäudes an.

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1941 Obwohl ein von seiten der Stadt gewährter Zuschuss gesperrt wurde, konnten die Schwestern zunächst ihre Arbeit fortsetzen. 1941 erschien jedoch ein Erlass des Gauleiters, wonach alle konfessionellen Kindergärten in die Hände der NSV zu überführen seien. Am 14. Juli 1941 gaben die Englischen Fräulein auch ihre liebgewordene Tätigkeit im eigenen Kindergarten auf.

1936 Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten (1933) verlangten diese in ihrem Totalitätsanspruch den Rücktritt der Englischen Fräulein. Ohne Pension und ohne Dank für die in sieben Jahrzehnten geleistete Erziehungsarbeit wurden die Schwestern entlassen.

1930 Für den städtischen Kindergarten war inzwischen die Raumnot immer größer geworden, so dass sich die Stadtverwaltung 1930 entschloss, im Gelände des Wambolter Hofes ein neues Kinderschulgebäude mit zwei Sälen zu errichten. Beim Umzug in die neuen Räume war die Zahl der Kindergartenkinder auf 250 angewachsen.

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1926 Neben diesem städtischen Kindergarten eröffneten die Englischen Fräulein im Jahr 1926 unter der Leitung von Mater M. Irmgardis einen Privatkindergarten, der aber nur von etwa 12 Kindern besucht wurde. Er war in einem Raum unter der Hauskapelle untergebracht und die Kleinen wurden auf Schreibtischstühlchen an grünen Tischen betreut.

1920 Anlässlich des silbernen Jubiläums der Sr. Oberin M. Anuntiata und Sr. M. Luitgard im Oktober 1920 überbrachten die Kinder aus Dankbarkeit für die ihnen zuteil gewordene liebevolle Erziehungsarbeit ihre besten Glück- und Segenswünsche und ganze Säcke voller nützlicher Sachen.

1919 Erst im Februar 1919 konnten die Schwestern den Kindergartenbetrieb wieder aufnehmen.

1918 Im März 1918 stattete auch die Großherzogin der Kleinkinderschule einen Besuch ob. Mit viel Liebe verweilt die Chronik bei der Schilderung dieses hohen Besuches und vermerkt dabei, dass man es der Königlichen Hoheit nicht hätte zumuten können, das Institut über das holprige Kopfsteinpflaster der Obergasse oder gar über den steilen Aufstieg vom Roten Turm her zu betreten. Deshalb wurde die sonst nie benutzte Pforte gegenüber dem Ratskeller zum Empfang hergerichtet. Im selben Jahr – nach Ausbruch des 1. Weltkrieges – erhielten die Kinder für einige Monate unfreiwillige Ferien, denn die Räume der Kinderschule wurden als Lazarett benötigt.

1917 Die selbstlose Erziehungsarbeit der Sr. M. Felicitas, Sr. M. Magdalena und Sr. M. Balbina, denen nunmehr die Leitung der städtischen Kinderschule anvertraut war, fand im November 1917, am Geburtstag seiner Königlichen Hoheit, des Großherzogs Ernst-Ludwig, ihre höchste Anerkennung. Die Schwestern wurden vom Großherzog mit Medaillen und einem Diplom bedacht.

1914 Das alte Seminar wurde wieder für Schulzwecke benötigt, so daß der Kindergarten in die alten Räume in der Obergasse zurückziehen mußte.

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1879 Notzeit! Kinder im Alter von 2-6 Jahren werden bis mindestens 18:00 Uhr ganztags betreut.

1875 Sr. M. Bilhildis Blank bat unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände – inzwischen besuchten ca. 200 Kinder zwischen 2 – 6 Jahren die Kinderschule, die von zwei Schwestern in jeweils einer Gruppe von 2 – 4 jährigen und 4 – 6 jährigen betreut wurden – die Stadtverwaltung, für die Einstellung einer dritten Schwester Sorge zu tragen, damit die Kinder entsprechend aufgeteilt werden könnten.
Sr. M. Bilhildis beanstandete weiterhin das Fehlen eines freien, luftigen Hofraumes und regte an, bei der Zwingenberger Sparkasse – einer Vorläuferin der heutigen Bezirkssparkasse Bensheim – um eine jährliche Unterstützung für den Kindergarten nachzusuchen, wie dies in anderen Orten bereits geschehen war. Mit diesen Zuwendungen sollte den Kindern eine kleine Labung gereicht und die ärmsten Kinder mit den notwendigsten Kleidungsstücken versehen werden.

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1873 Die Wamboltsche Verwaltung kündigte dem „katholischen Kasino“ alle Räume im Wambolter Hof, also auch die Lokalitäten der Kleinkinderschule. Da die Gemeinde den alten bauliche Zustand nicht wieder herstellen konnte, wurde der Vorstand des katholischen Kasinos für den Schaden haftbar gemacht. Der Kindergarten wurde auf Beschluss des Gemeinderates im „alten Gymnasium“ untergebracht.“

1868 Der geplante Umbau wurde vom Kreisamt genehmigt und ein entsprechender Vertrag zwischen dem Freiherrn von Wambolt und der Stadt Bensheim abgeschlossen. Im selben Jahr genehmigte die Stadtverwaltung für den Kindergarten eine Putzfrau.

1867 Die leitende Kinderschulschwester, M. Bernarda Metzger, beantragt eine Vergrößerung des Kindergartens im Wambolter Hof; Trennwände sollen entfernt werden, um für die vielen Kinder größere Räume zu schaffen.

1863 Eröffnung der „Kleinkinder-Bewahranstalt“ am 15. Oktober. Zwei Maria-Ward-Schwestern, Mater Sophia und Mater Zitta, betreuen 200 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren.